GB6 35S

GB6-35SDie Maschine ist hauptsächlich für größere und große Farmen und Dienstleistungsbetriebe bestimmt. GB6 35S zeichnet sich durch seine Robustheit und sein exaktes Arbeiten aus, was eine lange Nutzungsdauer garantiert. Die Maschine ist für das Zerquetschen feuchten Getreides bei einer Leistung bis zu 40t/h bestimmt. Die Maschine lässt sich nach Wunsch mit zusätzlicher Ausstattung ergänzen. Lagerungsfähig ist auch untergeordnetes Material wie z.B. Zuckerrübenschnitzel, Biertreber (Malztreber) und weitere feuchten Materialien.

Fahrgestell und Antrieb der Maschine

Die Maschine ist auf einem massiven einachsigen Fahrgestell mit Luft- bzw. hydraulischen Bremsen aufgestellt und lässt sich hinter dem Traktor mit einem Agrarhaken bei einer max. Geschwindigkeit von 40 km/h befördern. Maschinenantrieb ist ein Traktor mit einer Leistung von 160-190 HP durch die Ausgangswelle mit bis zu 1000 Umdrehungen/min, optimal sind 700 - 800 Umdrehungen/min. Die Quetscheinheit ist mit zwei Walzen mit je einem Durchmesser von 400mm und einer Länge von 1220mm ausgestattet. Der große Walzendurchmesser sichert einen hohen Durchfluss (Schluckfähigkeit) des Getreides und die Einheit ist zu einer Leistung von 30-40 Tonnen pro Stunde fähig. Die Walzen haben entweder nur flache Rillen für das Zerquetschen kleinen Getreides (Hafer, Weizen, Gerste, Roggen, Triticale ) oder sie haben Treibwalzen mit tieferen aggressiveren Aussparungen für das Zerquetschen von feuchtem Mais. Die Walzen sind aus Qualitätsstahl und leicht ausgewogen, damit die Maschine bei der Arbeit stabil ist. Durch das Auswiegen wird eine hohe Lebensdauer der Lager garantiert. Die Walzen kann man nach der Abnutzung erneuern (Re-Rillen). Bei Getreidewalzen lässt sich das Erneuern bis zu 6x, bei Maiswalzen 3-4x wiederholen.

Das Zurückprallen der Walzen bei Eindringen eines Fremdkörpers wird mit Hilfe von 4 Springfedern gelöst, die Walze schnellt zurück und kehrt allein wieder in die ursprünglich eingestellte Position zurück. Das Einstellen der Quetschklüfte zwischen den Walzen wird zweier Schrauben durchgeführt und die Klüfte lassen sich mit Hilfe zweier Kontrollpunkte kontrollieren.

 

Siloschlauchfüllung und Eindrücken des Futtermittels

Unter der Quetscheinheit ist ein robuster Schneckentransporteur mit einem Durchmesser von 500mm. Im Raum unter der Quetscheinheit sind Spritzdüsen für die Konservierungsapplikation eingesetzt, der Schneckentransporteur vermischt das Getreide mit dem Konservierungsmittel und transportiert es in den Tunnelraum, wo es nachfolgend in den Siloschlauch gepresst wird. Das Eindrücken geschieht mittels Bremsachsen. Dank der großen Schnecke und der großen Maschinenmasse gelangt keine Luft in den Siloschlauch. Nur so bleibt das Futter konserviert mit den gesamten Nährstoffen erhalten.

 

Tunnelsystemwechsel

Ein großer Vorrang der Maschine ist der Tunnelsystemwechsel, der ein schnelles Einsetzen verschiedener Tunnelgrößen ermöglicht. Diesen Vorteil schätzen hauptsächlich Dienstleistungsbetriebe, wo der größte Teil ihrer Kunden unterschiedliche Tunnelgrößen verlangt. Auf die Maschine lässt sich ein Tunnel mit einer Größe von 1,5 Metern aufbauen, den hauptsächlich Betriebe mit geringer Tierzählrate nutzten. Am häufigsten fordern Kunden Tunnel in einer Größe von 2,0 Metern. Allgemein leitet sich die Tunnelgröße von der täglichen Futtermittelentnahme ab (vorzugsweise in den Sommermonaten), wo man eine tägliche Entnahme von min. 30cm Futtermittel des ganzen Schlauchumfangs empfiehlt. Der größte Tunneldurchmesser, der sich auf diese Maschine montieren lässt, beträgt 2,4 Meter. Diesen Tunnel benutzt man hauptsächlich für das Abfüllen untergeordneter Materialien wie Zuckerrübenschnitzel, Biertreber, Maissilage, ganze Getreidekörner und weitere Nebenprodukte. Ein letzter Adapter, der sich auf die Maschine montieren lässt, ist der Eimerförderer. Diesen Adapter lassen sich Kunden zusätzlich auf Wunsch montieren und nutzen ihn hauptsächlich in der Wintersaison für das Zerquetschen trockenen Getreides. Es entfällt so das Zerquetschen des Getreides auf dem Boden bzw. auf dem Laderlöffel. Das zerquetschte Getreide wird direkt in die Futterwagen transportiert, wo man es weiter verarbeitet und mit anderen Zusätzen vermischt. Zu diesem Adapter ist ein hydraulischer Kreis aus dem Traktor erforderlich.

 

Einfüllen von Nebenmaterialien

In der Ausstattung auf Wunsch bieten wir Fülltrichter für das Einfüllen feuchten Materials an. Mit diesem speziellen Fülltrichter kann man nach der Demontage des klassischen Trichters und der Quetscheinheit Materialien wie Zuckerrübenschnitzel, Biertreber, Maissilage, ganze Getreidekörner und weitere Nebenprodukte einfüllen. Im Trichter ist eine spezielle Schnecke mit Greiferfingern, die das Material in den Trichtermund transportieren, wo es in die Kammern der Pressschnecke durchfällt. Hier wird schon das Futtermittel klassisch in den Siloschlauchraum gedrückt. Der Antrieb der Schnecke im Trichter erfolgt mittels eines Hydromotors. Es ist deshalb nötig, dass der Traktor einen hydraulischen Kreis hat. Die Geschwindigkeit der Schnecke wird durch ein Betätigungsventil voll reguliert.

 

 

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